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RadioOnkologie und Strahlentherapie

Virtuelle Simulation

Vor Beginn einer Strahlentherapie am Patienten wird der Bestrahlungsablauf an einem Röntgengerät simuliert. Ein solcher Simulator, der sich wie eine Bestrahlungsgerät bewegen und einstellen lässt, erlaubt die Überprüfung nachfolgend applizierten Strahlenfelder anhand der erzeugten Röntgenaufnahmen, und gestattet außerdem die Markierung der Strahlenfelder auf dem Patienten. Bei dieser Vorgehensweise muss im Ablauf der Vorbereitung für die Therapie ein zusätzlicher zeitlicher Aufwand in Kauf genommen werden. Außerdem ist dieser Schritt ressourcenintensiv (Röntgenfilme, Personal). Seit einigen Jahren wird deshalb im Haus auch die virtuelle Simulation (auch CT-Simulation genannt) durchgeführt. Bei der virtuellen Simulation werden die Bestrahlungsparameter simuliert schon während die CT-Bilder für die Bestrahlungsplanung erzeugt werden.  Mittels eines Lasersystems können dann Markierungen für Ziel- und Referenzpunkte der Bestrahlungsgeometrie schon am CT am Patienten angebracht werden. Digital rekonstruierte Röntgenaufnahmen ersetzen konventionelle Röntgenfilmaufnahmen. Der Schritt der (konventionellen) Simulation entfällt. Seit 2005 steht der Abteilung dafür ein CT-Simulator basierend auf einem  Siemens Sensation Open CT zur Verfügung.  Dieses CT eignet sich aufgrund der sehr großen CT-Öffnung besonders gut für die virtuelle Simulation (leichter Zugriff, mehr Platz für die Patienten). Dieses CT  wurde ausgestattet mit einem speziellen Lasersystem für die virtuelle Simulation. Darüber hinaus gestattet dieses CT der neuesten Generation eine schnelle Bildaquisition. Dadurch werden Fehler, verursacht durch Atembewegungen oder zufälligen Lageänderungen des  Patienten, verringert. Schwerpunkt dieses Projektes ist es weitere Indikationsgruppen für die virtuelle Simulation vorzusehen. Das mittelfristige bis langfristige Ziel ist es die konventionelle Simulation vollständig durch die virtuelle Simulation zu ersetzen, um den Arbeitsablauf zu straffen, Kosten einzusparen, nicht zuletzt aber auch die Qualität der Therapieplanung zu erhöhen.


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